Der Grand Prix der Volksmusik und Deutschland

radio-158399_640Für die Deutschen ist es eigentlich verwunderlich, dass der Grand Prix der Volksmusik so viele Freunde hat. Er ist jedoch ein fester Bestandteil der deutschen Fernseh-Geschichte geworden. War er in der Österreich und der Schweiz schon vor 1986 zum Erfolgshit aufgestiegen, kam er erst einige Jahre später in Deutschland an. Das war 1987 und wiederum noch ein Jahr später, gewann dann auch ein deutsches Duo zum ersten Mal die Trophäe, nämlich das Naabtal Duo.

Deutschland konnte immer wieder zeigen, wie volkstümlich es doch eigentlich war, denn musikalisch war es immer gut vertreten. Ob mit den Kastelruther Spatzen, Stefanie Hertl oder Florian Fesl, alle sangen volkstümlich und holten einen Sieg nach dem anderen.

Das Aus

Viele Deutsche trauern dem Grand Prix noch immer nach, obwohl er mittlerweile schon 5 Jahre nicht mehr auf Sendung geht. Weil nach und nach immer weniger Zuschauern am Fernsehergesessen haben, entschieden sich die Bosse, den Grand Prix einzustellen. Insgesamt gewann Deutschland 5 Mal das Fernseh Großereignis mit Künstlern wie Henry Arland und Belsy und Florian Fesl. Deutschland war es auch, der den Grand Prix so oft wie kein zweites Land ausgerichtet hat. Bleibt zu überlegen, warum es zum Schluss kaum noch Zuschauer gab, die die Sendung sehen wollten.

In erster Linie fehlte es hier an jungem Blut, natürlich sind Stefanie Hertl und die meisten Sänger und Gruppen jenseits der 50, aber es war einfach zu volkstümlich. Gesichter wie zum Beispiel, Andreas Gabalier haben gefehlt, damit die Sendung weiter hätte leben können. Ein Stück Fernsehgeschichte ging zu Ende, weil nicht an die jüngeren Zuschauer gedacht wurde. Die Wut der Zuschauer, die den Grand Prix regelmäßig schauten, war zu Anfang auch ziemlich groß und das gerade zu dem Zeitpunkt, an dem Deutschland zum wiederholten Mal gewonnen hatte.

Doch auch E-Mails, Telefonanrufe und bittere Briefe konnten das Aus nicht stoppen. Obwohl die Deutschen gekonnt konterten, das sie schließlich Gebühren zahlen müssten, um ihre Sendung auch gucken zu dürfen, nahmen die Macher keine Rücksicht darauf und setzen den Grand Prix kurzerhand ab.

Das Sterben der Volksmusik

Es ist kein Wunder, das solche Sendungen von Aussterben bedroht sind, denn für die jüngeren Zuschauer wird in dieser Hinsicht kaum Werbung gemacht. Die Volksmusik ist neu wie nie zuvor, das machen immer wieder junge und frische Gesichter in der Szene klar.

Sie haben leider keine Plattform mehr, um auch im deutschen Fernsehen ihr Können unter Beweis zu stellen. Noch ist nicht aller Tage Abend und vielleicht erbarmt sich doch ein Fernsehmogul, Volksmusik wieder auf deutschen Bildschirm zu holen.